Die Softwareentwicklung in Projekten steht - unabhängig von der Auswahl der Technologie - immer vor der Schwierigkeit, die vier Variablen Kosten, Zeit, Qualität und Umfang im Sinne des Auftraggebers zu optimieren. Von diesen vier Variablen können drei zu Projektbeginn durch den Kunden vorgegeben werden, die vierte ergibt sich daraus. So kann beispielsweise aus Vorgaben zur Projektlaufzeit, den Gesamtkosten und der Qualität der unter diesen Voraussetzungen zu bewältigende Umfang ermittelt werden. Eine Krise tritt jedoch ein, wenn während der Projektlaufzeit die Vorgaben und Prognosen nicht eingehalten werden können.

Bei den weitverbreiteten dokumentenzentrierten Phasenmodellen (wie Wasserfall oder V-Modell) wird versucht, Krisen bereits in der Anfangsphase eines Projekts zu vermeiden. Durch sehr umfangreiche Analysen und Spezifikationen zu Beginn, und oft auch durch ein umfangreiches Vertragswerk, sollen Kosten, Zeit und Umfang zuverlässig vorherbestimmt werden. Die Qualität der Software wiederum soll in einer abschließenden Testphase validiert werden. Wenn der zeitliche Rahmen nicht eingehalten werden kann, werden die Entwicklerteams meist vergrößert. Dadurch entstehende Kostensteigerungen sind dann Gegenstand von Verhandlungen zwischen Auftragnehmer und -geber, gehen in Festpreisprojekten jedoch zu
Lasten der Auftragnehmer.

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